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29. Oktober 2021

Kantonaler Sportförderungspreis 2021

Mitte Februar 2021 lud die AGV die Schulen, Schulklassen, Clubs und Vereine zum zweiten Mal zum Wettbewerb für den Sportförderungspreis 2021 ein. Gesucht wurde die bewegungsfreundlichste Schule / Schulklasse, der bewegungs-freundlichste Club / Verein, die/der sich während der Corona-Pandemie weiterhin für Bewegung für Jugendliche und Kinder eingesetzt hat und weiterhin einsetzt.

Kinder und Jugendliche brauchen Bewegung, das ist Teil des menschlichen Naturell. Während der Corona-Pandemie waren jedoch teilweise der Präsenzunterricht eingestellt und auch Sportlokalitäten mussten schliessen. Die bekannten und gängigen Möglichkeiten für Bewegung und Sport für Kinder und Jugendliche waren plötzlich weg und dennoch musste Schulstoff gelernt und Aufgaben gelöst werden. Die AGV hat zusammen mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) des Kantons Aargau den erschwerten Bedingungen der Pandemie Rechnung getragen und suchte Bewegungsprojekte, die Schulen, Schulklassen, Clubs oder Vereine trotz oder gerade aufgrund der speziellen Situation ins Leben gerufen haben.

Am Freitag, 29. Oktober 2021, war es soweit, die AGV hat zum zweiten Mal den Kantonalen Sportförderungspreis im kleinen aber feierlichen Rahmen verliehen. Zuvor hatte eine Jury die neun eingereichten Projekte gesichtet und bewertet. Die Jury wurde geleitet von Denise Widmer, Verwaltungsrätin der AGV und Gesamtleiterin des Kinderheimes Elisabeth in Olten. Die weiteren vier Mitglieder waren Christan Koch, Sportbeauftragter und Leiter der Sektion Sport (BKS), Brigitta Luisa Merki, Künstlerische Leiterin und Gründerin von Tanz & Kunst Königsfelden, Ueli Haller, Gemeindepräsident von Meisterschwanden sowie Michael Mülli, ehemaliger Redaktor der AZ-Medien.

Das zum Sieger gekürte Projekt erhält CHF 10'000.00. Das zweitplatzierte Projekt erhält 3'000.00 Franken und das Projekt auf dem dritten Rang CHF 1'500.00. Aber keine Wettbewerbsteilnehmer gingen leer aus. Wer nicht auf dem Podest steht, erhält einen Trostpreis. Alle anwesenden Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhielten ein Kartenspiel.

 

Das sind die Preisträger des Sportförderungspreises 2021 der AGV:

Sieger: Judo Club Bad Zurzach

Die Trainings des Judo Clubs waren coronabedingt unterbrochen. Die Verantwortlichen wollten die Schliessung jedoch nicht einfach hinnehmen. Mit den JCBZ Challenges hat sich der Judo Club Bad Zurzach einer Tugend des Judos gewidmet: «Verantwortung übernehmen – für mich und mein Umfeld». In den Challenges wurden alle Aspekte des menschlichen Körpers und Geistes gefördert und gefordert. Es wurden Gruppen gebildet und für jede Woche formulierte das OK neue Aufgaben. Am Ende der Woche rapportierte die Gruppe, wer welche Aufgaben erfüllt hat, und das OK übernahm die Punkteverteilung. Die Teilnehmenden sammelten einzeln Punkte, jedoch gab es auch Familien-Challenges, um die ganze Familie zu aktivieren. Das Projekt wurde erst beendet, als draussen die Trainings wiederaufgenommen werden konnten. Weil die Challenges so gut angekommen sind, werden sie ein einem Folgeprojekt Judo + weitergeführt.

Das Projekt hat die Jury überzeugt: Das OK hat sehr engagiert die Challenges ausgearbeitet und die Punkteauswertung gehandhabt und es wurden nicht nur an die Clubmitglieder gedacht, sondern auch an deren Familienmitglieder. Das Projekt hat somit auch einen wesentlichen Beitrag für die psychische Gesundheit beigetragen.

2. Platz: Glückszeit, Jazztanzgruppe der Musikschule Bremgarten

In der Musikschule Bremgarten können Kinder eine Jazztanzgruppe bei Frau Christel Hell besuchen. Sie studierten verschiedene Tänze gemeinsam ein und führten die in «normalen» Zeiten im Rahmen von Elternaufführungen einem breiten Publikum vor. Wegen Corona musste eine alternative Vorführungsform und Bühne gesucht werden. Eine coronakonforme Lösung war bald gefunden – im Freien auftreten. Und weil viele Seniorinnen und Senioren ihre Zimmer im Altersheim nicht verlassen durften, war auch bald klar, wo im Freien die Aufführung stattfinden sollten. Die Schülerinnen und Schüler waren draussen motiviert den Seniorinnen und Senioren und auch dem Pflegepersonal drinnen eine Freude zu bereiten.

Die Jury begrüsst das Engagement der Lehrperson und findet es schön, dass bei diesem Projekt die Welt offline erlebt worden ist und somit die gegenseitige Freude auch spürbar war.

3. Platz: Virtuelles Trainingslager FC Rheinfelden «Frauen und Juniorinnen»

2020 war für das aktive Frauen Team des FC Rheinfelden ein Trainingslager in Barcelona vorgesehen. Aber Corona macht zuerst das Ausland-Vorhaben zunichte und später auch noch das gemeinsame Trainingslager vor Ort. Deshalb wurde das Trainingslager in den virtuellen Raum verlagert. Der Fokus lag auf Spass und virtuellen sozialen Kontakten unter den Mitgliedern. Das Trainingslager war für 5 Tage geplant, somit gab es für das virtuelle Training fünf Bereiche: Koordination, Kraft und Kondition, technische, taktische Elemente und mentale Stärke. Die Teilnehmerinnen nahmen sich bei den Challenges mit Video und Fotos auf. Der Teamgeist wurde durch dieses spezielle gemeinsame Erlebnis gestärkt werden und Elemente der Challenges während dem virtuellen Trainingslager haben ihren Weg ins physische Training gefunden und sogar ins Privatleben.

Die Jury war auch bei diesem Projekt beeindruckt davon, dass sich die Verantwortlichen der neuen Situation gestellt haben und so ein etwas anderes und dennoch tolles Trainingslager auf die Beine gestellt haben. Bei einer erneuten Krise, könnten die Teilnehmerinnen auf dieses erworbene Wissen zurückgreifen.

 

Die Tanzschule House of Dance aus Unterentfelden, hat die Preisverleihung mit tänzerischen Einlagen begleitet. Das Duo aus der Stepptanzgruppe «Fantappers» unter der Leitung von Sibylle Hartmann sowie die Tanzgruppe «Special Edition» unter der Leitung von Cinzia Mangolini, Inhaberin der Tanzschule, haben das Publikum begeistert.

 

Medienmitteilung Preisverleihung Sportförderungspreis 2021 (.pdf / 170.9 kB)