Für Planer/-innen | Aargauische Gebäudeversicherung

Schutz vor Naturgefahren: Was Planerinnen und Planer beachten müssen.

Neu-, An- und Umbauten müssen mit entsprechenden Schutzmassnahmen vor Hochwasser und anderen Naturgefahren geschützt werden. Früh eingeplant, lassen sich Schutzmassnahmen ästhetisch und günstig realisieren. Die AGV kann bereits in der Konzeptphase beratend beigezogen werden.

Stellen Sie sicher, dass die gewünschten Schutzmassnahmen von Beginn weg eingeplant und korrekt umgesetzt werden. Hierzu hilft Ihnen die Checkliste «Schutzmassnahmen»

Für Planung, Realisierung und Bewilligung von Bauvorhaben ist es wichtig, die Anforderungen zum Schutz vor Naturgefahren im Detail zu kennen. Das Seminarprogramm «Prävention» zeigt Ihnen auf, was die AGV für Schulungen zum Thema naturgefahrensicheres Bauen anbietet. Interessiert? Hier geht es zu Terminen und Anmeldung.

 

FAQ:

Wo finde ich Planungshilfen zum Thema Elementarschadenprävention?

Der Naturgefahren-Check auf der Plattform Schutz-vor-Naturgefahren.ch liefert Empfehlungen zu Strategien und Massnahmen zum Gebäudeschutz, abrufbar nach Situation (Neubau, Umbau usw.), Gebäudeteil und Naturgefahr (Hochwasser, Regen, Hagel usw.).

Was muss ich bei der Planung eines Neubaus beachten?

Für Neubauten gelten folgende Bestimmungen:

1. das Gesetz über Raumentwicklung und Bauwesen 
2. die Regeln der Baukunde (z. B. Schweizer Baunormen)

Gemäss diesen Bestimmungen müssen Neubauten im Kanton Aargau einen definierten Widerstand gegen Hochwasser, Wind, Schnee und Erdbeben aufweisen (Erdbeben sind nicht bei der AGV versichert). Die Elementarschadenversicherung zahlt im Schadenfall nur dann im vollen Umfang, wenn ein Neubau die vorgegebenen Werte tatsächlich erreicht.

Wer ist zuständig?

Für den Schutz gegen Wind, Schnee und Erdbeben trägt in der Regel der Bauingenieur die Verantwortung.

Für den Schutz gegen Hochwasser und Oberflächenabfluss muss der Planer sorgen. Er kann die Hilfe eines Spezialisten heranziehen. Basis sind die Gefahrenkarte Hochwasser und die Gefährdungskarte Oberflächenabfluss. Der Planer legt geeignete Massnahmen fest. Er dokumentiert diese gegenüber der Bauverwaltung und der AGV mit dem Formular Hochwasserschutznachweis.  

Für den Schutz gegen Hagel ist der Planer oder Bauunternehmer der Ansprechpartner des Bauherrn.

Was habe ich bei einem An- oder Umbau zu beachten?

Für An- und Umbauten gelten dieselben Bestimmungen wie für Neubauten: Die Gebäude sind gegen Elementarschäden zu schützen.

Die schon vorhandene Bausubstanz können Sie bei einem An- oder Umbau vielleicht nur mit unverhältnismässig hohem Aufwand schützen. In diesem Fall muss zumindest die neue Bausubstanz die gesetzlichen Bestimmungen erfüllen. 

Wie hoch sind die finanziellen Beiträge der AGV zum Schutz eines Gebäudes? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

Die AGV kann notwendige und wirksame Massnahmen zum Schutz von Gebäuden mit bis zu
40 % der Kosten unterstützen.

Beiträge gibt es für technische oder bauliche Massnahmen sowie für die hierfür notwendigen Untersuchungen. Das angestrebte Schutzziel ergibt sich aus der Verordnung zum Gesetz über die Gebäudeversicherung (§ 5 GebVV). Grundlage für den Beitrag der AGV ist jene Variante, die am kostengünstigsten das Schutzziel erreicht.

Beachten Sie bitte: Die AGV muss den Beitrag vor der Realisierung des Projekts zugesichert haben.

Keine Beiträge gibt es für Schutzmassnahmen, die ohnehin hätten umgesetzt werden müssen
– gemäss den gesetzlichen Vorgaben oder nach den Regeln der Baukunde zum Zeitpunkt des Baus.